Die Farben des Regenbogens: ein Zeichen für Toleranz!
"Die Würde des Menschen ist unantastbar!" (Grundgesetz Artikel 1, Abs. 1)
Eigentlich versteht sich dies von selbst. Aber in der Realität werden Menschen immer wieder wegen ihrer Herkunft, Religion, Hautfarbe oder sexueller Orientierung beleidigt, angefeindet und ausgegrenzt.
Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer der Realschule Bünde-Mitte haben sich bereits im Jahr 2015 dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ angeschlossen, um deutlich zu machen, dass Diskriminierung und Ausgrenzung jeglicher Art an unserer Schule keinen Platz haben!
Die Ereignisse am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium (siehe: Beitrag WDR 1) haben gezeigt, wie wichtig ein klares Bekenntnis gegen Hass, Rassismus und Homophobie ist.
Und so haben sich Schülerinnen und Schüler unserer Schule dazu entschlossen, sich der Aktion des FvSG anzuschließen und ein sichtbares Zeichen zu setzen
für Toleranz, Vielfalt und Respekt!
Auch vor unserer Schule weht seit letzten Donnerstag die Regenbogenflagge.
Sie ist vor allem ein Symbol für LGBTQIA+ (Menschen mit unterschiedlicher sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität), steht aber auch in zahlreichen Kulturen für Aufbruch, Veränderung und Frieden und gilt allgemein als Zeichen für Toleranz, Akzeptanz und Vielfalt.
Dies sind Werte, denen sich unsere Schule (natürlich!) in besonderem Maße verpflichtet fühlt.
Die Schüler- wie Lehrerschaft war deshalb dazu aufgerufen, am Montag, 21.06.21 bunt gekleidet zur Schule zu erscheinen, um diese Botschaft zu unterstreichen:
Diskriminierung und Ausgrenzung
haben an unserer Schule keinen Platz!

Mai 2019
Ca. 80 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangstufen 5 bis 9 haben am Freitag beim Bünder Frühlingsfest ein musikalisches Zeichen für Vielfalt und Toleranz gesetzt.
Beim Frühlingsfest wurde das Lied "Ich bin so" farbenprächtig auf die Bühne und den Rathausvorplatz gebracht - der Internet-Hit zum Welt-Down-Syndrom-Tag 2019 wurde seinerzeit in Bünde initiiert und "besingt" eine vielfältige, bunte Welt.
Im Anschluss daran stimmte die Blechbläser-AG die Besucher mit Frühlingsliedern auf den Beginn der schönen Jahreszeit ein.
März 2019
Im Rahmen des Deutschunterrichts und unseres Schulprojekts " Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage besuchten die Schülerinnen und Schüler der 9c die Aufführung des Stücks "MONGOS", eine Produktion der Initiative „OSKAR - Junges Theater Stadt und Land Osnabrück". OSKAR richtet sich in erster Linie an Jugendliche mit dem Ziel, ein Theater zu zeigen, das junge Menschen begeistert, das Themen von Kindern und Jugendlichen auf den Punkt bringt und den Dialog über die Altersgrenzen hinweg fördert.



„MONGOS“ handelt von Ikarus und Francis, zwei grundverschiedenen jungen Menschen, die aber eines gemeinsam haben: durch Querschnittslähmung bzw. einer fortschreitenden Nervenkrankheit gehorchen ihnen ihre Körper nicht mehr und beide sitzen im Rollstuhl. Gemeinsam trotzen die Freunde den Herausforderungen ihres Alltags, günden die coolste WG der Reha-Klinik und wagen sich gemeinsam ins wahre Leben. Als sich Ikarus in Jasmin verliebt, muss er erkennen, dass sich die Realität jedoch nicht einfach ignorieren lässt und vieles nicht nach Plan läuft. Und auch ihre Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt.
Das einfühlsame Zweipersonenstück von Sergej Gößner rückt Vorurteile, Anderssein, Diskriminierung und Selbstbestimmung in den Vordergrund – und berührte das junge Publikum (Lehrer inbegriffen)!
Minutenlange Stille nach Beendigung des Stückes sagte mehr als tosender Applaus!
Fotos: K. Günther und Uwe Lewandowski/Theater Osnabrück
Juli 2018
Autorenbegegnungen wecken die Leselust von Kindern und Jugendlichen und die Begeisterung für Literatur und den Umgang mit Sprache. An unserer Schule sind sie schon seit Jahren fester Bestandteil des Leseförderkonzepts.

Als Schule ohne Rassismus wurde von uns dieses Jahr die zweisprachige Autorin Aygen-Sibel Çelik für eine Autorenbegegnung nach Bünde eingeladen. In Istanbul geboren, zog Aygen-Sibel Çelik in ihrem zweiten Lebensjahr mit ihren Eltern nach Deutschland. Nach dem Studium der Germanistik arbeitete sie zunächst im pädagogischen und journalistischen Bereich. Heute schreibt sie Kinder- und Jugendbücher und lebt in Düsseldorf.
Für die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen las Aygen-Sibel Çelik aus ihrem Jugendbuch Seidenweg – Sinems Entscheidung. In dem Buch geht es um Sinem, eine junge Deutschtürkin, die sich auf ihr Abitur vorbereitet, doch plötzlich Probleme bekommt, als ihr neuer Deutschlehrer sie diskriminiert und ungerecht benotet. Dazu kommt noch der Ärger zu Hause, denn ihr Vater will unbedingt verhindern, dass sie sich mit einem Jungen trifft.
Im anschließenden Gespräch diskutierten die Schülerinnen und Schüler mit Aygen-Sibel Çelik über Integration und Rassismus. Außerdem zeigten die Jugendlichen großes Interesse an ihrer Tätigkeit als Autorin und an ihrer Lebensgeschichte.
Finanziert wird die Autorenbegegnung durch den Förderverein unserer Schule und den Friedrich-Bödecker-Kreis NRW e.V., dieser erhält Mittel vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport. Kindern und Jugendlichen die Begegnung mit Autorinnen und Autoren zu ermöglichen, ist das erklärte Ziel des Friedrich-Bödecker-Kreises NRW e.V.
Aygen-Sibel Çelik mit Zuhörerinnen
Text: D. Schäffer
Juni 2018
Im Rahmen unseres Projekts „Schule ohne Rassismus“ beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a derzeit musikalisch mit dem Thema „Apartheid“.
Im Englischunterricht wurden dabei Teile des Unterrichtsprojekts TeachRock von Steven Van Zandt (auch bekannt als Little Steven, u.a. Gitarrist in Springsteens E-Street Band) genutzt.

Das TeachRock-Projekt wurde 2013 von den Musikern Steven Van Zandt, Bruce Springsteen, Bono (U2), Jackson Browne und dem Regisseur Martin Scorsese gegründet und bietet Lehrern und Schülern kostenlos reichhaltige multimediale Lehrmaterialien. Die Unterrichtspläne bei teachrock.org helfen Lehrern, die Geschichte der Popmusik mit dem Unterricht in den verschiedenen Fächern zu verbinden, von Sozialkunde und Sprachwissenschaft bis hin zu Geographie, Geschichte, Medienwissenschaften und allgemeiner Musik.

Die 9a begann mit einer Zeitreise: Ein Musikvideo aus den 80ern (Artists united against Apartheid – Sun City) bot den Einstieg. Was hatte die hochkarätigen Künstler („das ist, als wäre heute Ed Sheeran dabei“) damals dazu bewogen, einen Protestsong gegen "Sun City", einen Freizeitkomplex in Südafrika zu schreiben?
Anhand weiterer Interviews mit dem damaligen Hotelchef und Mitarbeitern als auch dem Künstler und Initiator des Protestsongs, Steven van Zandt, erschlossen sich die Schülerinnen und Schüler zunächst die Geschichte Sun Citys im Homeland Bophuthatswana.
Fotos erweiterten die Eindrücke darüber, wie sich das Leben in Südafrika während des Apartheid-Regimes in den 80er Jahren - vor allem für die farbige Bevölkerungsmehrheit - gestaltete. In den nächsten Stunden werden die Schüler sich weiterhin der bewegten Vergangenheit Südafrikas widmen – und vielleicht behält der ein oder andere dabei einen 30 Jahre alten Ohrwurm im Kopf...
