Diesen Fragen wollte der Praktische Philosophie Kurs des 10. Jahrgangs nachgehen. Bei der Recherche lernten die Schülerinnen und Schüler einiges über Länder, wie z.B. Eritrea, Afghanistan, Syrien oder Pakistan, mit denen sie sich bisher kaum beschäftigt hatten, z.B. : Wer sind die Taliban? Wie viel verdient ein Mensch durchschnittlich in Eritrea? Welche Folgen hat der Krieg in Syrien für die Kinder, die dort leben? Die Ergebnisse der Recherche wurden in der Aula ausgestellt, so dass sich auch andere Klassen über die Herkunftsländer der Flüchtlinge und die Fluchtursachen informieren konnten.

Text & Fotos: D. Schäffer
Juni 2018
Im Rahmen unseres Projekts „Schule ohne Rassismus“ beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a derzeit musikalisch mit dem Thema „Apartheid“.
Im Englischunterricht wurden dabei Teile des Unterrichtsprojekts TeachRock von Steven Van Zandt (auch bekannt als Little Steven, u.a. Gitarrist in Springsteens E-Street Band) genutzt.

Das TeachRock-Projekt wurde 2013 von den Musikern Steven Van Zandt, Bruce Springsteen, Bono (U2), Jackson Browne und dem Regisseur Martin Scorsese gegründet und bietet Lehrern und Schülern kostenlos reichhaltige multimediale Lehrmaterialien. Die Unterrichtspläne bei teachrock.org helfen Lehrern, die Geschichte der Popmusik mit dem Unterricht in den verschiedenen Fächern zu verbinden, von Sozialkunde und Sprachwissenschaft bis hin zu Geographie, Geschichte, Medienwissenschaften und allgemeiner Musik.

Die 9a begann mit einer Zeitreise: Ein Musikvideo aus den 80ern (Artists united against Apartheid – Sun City) bot den Einstieg. Was hatte die hochkarätigen Künstler („das ist, als wäre heute Ed Sheeran dabei“) damals dazu bewogen, einen Protestsong gegen "Sun City", einen Freizeitkomplex in Südafrika zu schreiben?
Anhand weiterer Interviews mit dem damaligen Hotelchef und Mitarbeitern als auch dem Künstler und Initiator des Protestsongs, Steven van Zandt, erschlossen sich die Schülerinnen und Schüler zunächst die Geschichte Sun Citys im Homeland Bophuthatswana.
Fotos erweiterten die Eindrücke darüber, wie sich das Leben in Südafrika während des Apartheid-Regimes in den 80er Jahren - vor allem für die farbige Bevölkerungsmehrheit - gestaltete. In den nächsten Stunden werden die Schüler sich weiterhin der bewegten Vergangenheit Südafrikas widmen – und vielleicht behält der ein oder andere dabei einen 30 Jahre alten Ohrwurm im Kopf...
Schuljahr 2017/18 - mehrere Klassen
Diskriminierung erkennen ist für Jugendliche nicht immer leicht! Jeder dritte Mensch in Deutschland erlebt Diskriminierung. Die Erfahrungen können unterschiedlichste Ursachen haben und sind in allen Gesellschaftsschichten zu finden. Häufige Diskriminierungsanlässe sind Geschlecht, Religion, ethnische Herkunft, körperliche Behinderung und sexuelle Orientierung.
Lösungen entwickeln soll die kreative Antwort auf Diskriminierung sein!
Das Projekt "Diskriminierung erkennen + Lösungen entwickeln: Forumtheater für Jugendliche" ist eine Initiative der Fachdienste für Migration und Integration der AWO mit dem Ziel, Jugendliche für das Thema Diskriminierung zu sensibilisieren, Diskriminierungssituationen aus unterschiedlichen Perspektiven erlebbar zu machen, um zur Selbstreflexion anzuregen und schließlich eigenverantwortlich Handlungsalternativen und Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Selbstbestimmung und Zivilcourage leiten sich daraus als langfristige Ziele ab - Ziele, die sich die RSBM als "Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage" auf die Fahnen geschrieben hat!
Das Forumtheater für Jugendliche ist als theaterpädagogische Methode das zentrale Element des Projekts - und war in der vergangenen Woche erneut zu Gast in unserer Schule, um die Schülerinnen und Schülern des 6. Jahrgangs an das Thema Diskriminierung heranzuführen und anhand modelhafter Szenen Lösungswege zu erarbeiten und zu evaluieren.
Alle reden über Flüchtlinge. Aber woher kommen diese Menschen eigentlich? Und warum haben sie ihre Heimat verlassen?
Juli 2017
Februar 2017
Die Verhörprotokolle des Adolf Eichmann
Im Rahmen des Projekts „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ gastierten die Hannoverschen Kammerspiele mit einer szenischen Lesung der Eichmann-Protokolle in unserer Schule. Sichtlich gebannt verfolgten die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs die Vorstellung der Schauspieler Harald Schandry und Bernd Surholt in den Rollen des Nazi-Verbrechers Adolf Eichmann und des deutsch-jüdischen Verhör-Polizisten Avner Less.

Adolf Eichmann (1906-1962) ist der Inbegriff des Schreibtischtäters:
SS-Obersturmbannführer und zentrale Figur bei der Organisation der Judenvernichtung,
1960 nach Israel entführt und dort zwei Jahre später hingerichtet.
275 Stunden Verhör und mehr als 3000 Seiten Protokoll fassten Schandry und Surholz zu einer 45 minütigen beeindruckenden Inszinierung zusammen und verdeutlichten die Rechtfertigungen eines Mannes, der jegliche Verantwortung von sich wies – Prototyp einer Untertanenmentalität, die mit dem Dritten Reich keineswegs ausgestorben ist:
„Das sind keine persönlichen Entscheidungen gewesen. Wäre ich nicht dort gewesen, irgendjemand anderer hätte genau dieselben Entscheidungen treffen müssen, auf Grund der vorliegenden Weisungen, Verordnungen und Befehle ...“
Seinem Gegenüber erklärte Eichmann: „Arzt hätt‘ ich nicht werden dürfen“, denn er könne kein Blut sehen und den Anblick der Leichenberge hätte er nicht ertragen. Dagegen tat er sich bei der effizienten Abwicklung der Deportationen in die Vernichtungslager oder der Ausbeutung jüdischer Familien mit besonderem Ehrgeiz hervor.
Die Inszinierung kommt ohne Bühnenbild und Requisiten aus: ein Tisch, zwei Stühle – sonst nichts. Das ungeheuerliche Textmaterial spricht vollkommen für sich und enthüllt auf verstörende Weise die Gedankenwelt des Täters!
Dezember 2016
Schülerinnen und Schüler unserer Schule beteiligen sich am "Briefmarathon" von Amnesty International
Am 10. Dezemer ist "Tag der Menschenrechte"! Amnesty International nimmt diesen Tag traditionell zum Anlass, den Briefmarathon zu starten. Bei dieser weltweiten Aktion schreiben Hunderttausende Menschen in allen Teilen der Welt innerhalb weniger Tage Millionen Briefe. Sie drücken darin ihre Solidarität mit Menschen aus, deren Rechte verletzt werden, und sie appellieren an Regierungen, die Menschenrechte zu achten.
Im vergangenen Jahr haben sich fast 300 Schulen in Deutschland am Briefmarathon beteiligt und fast 50.000 Briefe geschrieben. Dieser Einsatz hat sich gelohnt: In Burkina Faso hat die Regierung das Gesetz zur Zwangsverheiratung geändert, die Demokratie-Aktivisten Fred Bauma und Yves Makwambala aus der Demokratischen Republik Kongo kamen aus der Haft frei, ebenso wie Phyoe Phyoe Aung aus Myanmar, die sich für ein freies Bildungssystem einsetzt.
In diesem Jahr setzt sich Amnesty International unter anderem für die 10jährige Annie Alfred und andere Menschen mit Albinismus in Malawi ein. Dort herrscht der Aberglaube, dass Knochen und Körperteile von Menschen mit Albinismus Glück bringen. Deshalb leben Menschen mit dieser Pigmentstörung in Malawi in ständiger Angst vor Verfolgung, Verstümmelung oder Tötung.
Die malawische Regierung unternimmt nicht genug, um die Betroffenen zu schützen, die Bevölkerung aufzuklären und Verbrechen strafrechtlich zu verfolgen.
Schülerinnen und Schüler unserer Klassen 9a, 10a und 10b haben sich im Deutsch- bzw. Religionsunterricht dieses Themas angenommen und Briefe an Annie und den malawischen Präsidenten Arthur Peter Mutharika geschrieben, um das Ihrige zu tun, den betroffenen Menschen in Not zu helfen!

