RSBM ist "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage"

SoR Logo
Im Rahmen einer kleinen Feierstunde auf dem Schulhof wurde es
am 12. Mai 2015 "amtlich": Unsere Schule trägt seitdem den Titel
"Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage"!


„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ (SoR-SmC) ist ein Projekt des Vereins Aktion Courage e.V und wurde in Deutschland 1995 unter dem Namen  „Schule ohne Rassismus“ ins Leben gerufen.
2001 wurde der Name des Projektes in Deutschland um die zweite Zeile „Schule mit Courage“ erweitert und das aktuelle Logo eingeführt. Das Projekt bietet Jugendlichen die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden. Es ist das größte Schulnetzwerk in Deutschland und ihm gehören mittlerweile über 1500 Schulen an (Stand: Juni 2014).
Die Realschule Bünde-Mitte gehört dazu!

10er-Klassen besuchen Gedenkstätte Bergen-Belsen

Bergen Belsen 8März 2020

Bergen-Belsen ist seit 1945 ein internationaler Erinnerungsort
fĂĽr die mehr als 70.000 Menschen,
die hier zwischen 1941 und 1945 ums Leben kamen.

Nach Beginn des Zweiten Weltkrieges richtete die Wehrmacht in Baracken am Rande des Truppenübungsplatzes Bergen zunächst ein Lager für belgische und französische Kriegsgefangene ein. Nach dem Überfall auf die Sowjetunion wurden bis zum Herbst 1941 mehr als 21.000 Gefangene aus der Sowjetunion eingeliefert. Allein im Zeitraum von Juli 1941 bis April 1942 starben 14.000 sowjetische Kriegsgefangene vor allem an Hunger, Seuchen und Kälte.
Im April 1943 ĂĽbernahm die SS das Lager und entschied im FrĂĽhjahr 1944, das Lagergelände auch fĂĽr andere Zwecke und weitere Häftlingsgruppen zu nutzen. In der Folge änderten sich der Charakter des Lagers, die Struktur der Häftlingsgesellschaft und vor allem die Lebensbedingungen der Häftlinge dramatisch.
Bei der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen am 15. April 1945 fanden britische Soldaten Tausende unbestattete Leichen und Zehntausende todkranke Menschen vor.


Bergen Belsen 9Bergen Belsen 1Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10a und 10c besuchten die Gedenkstätte Anfang März. Ihre Reise in die Geschichte des Lagers beginnt an dem Punkt, an dem für die Häftlinge das Leiden begann: an der Eisenbahnrampe, an der die Häftlingszüge ankamen. Ein dort aufgestellter Eisenbahnwaggon erinnert an die Häftlingstransporte. Im Inneren des Waggons ist durch eingezeichnete Quadrate plastisch dargestellt, wieviel Raum jedem Häftling für die teilweise mehrere Tage dauernde Fahrt gestattet wurde. Für einen Moment lang konnten die Schülerinnen und Schüler Schulter an Schulter in dem ihnen zugewiesenem Raum stehen - aber 4-5 Tage in dieser Enge, ohne Licht, ohne hygienische Versorgung, ohne Sitzgelegenheit oder die Möglichkeit, die Beine auszustrecken und zu schlafen...??

Bergen Belsen 14Bergen Belsen 11Der Ort des früheren Kriegsgefangenen- und Konzentrationslagers Bergen-Belsen ist heute ein Friedhof. Die Toten des Konzentrationslagers wurden nach der Befreiung des Lagers auf dem Lagergelände in insgesamt 13 Massengräbern mit 500 bis 5000 Toten bestattet und die Baracken aufgrund der Seuchengefahr komplett nierdergebrannt, so dass von der ursprünglichen Gestalt des Lagers so gut wie nichts mehr zu sehen ist.
Das Areal wurde neu bepflanzt und aufgeforstet, Mahnmale und Gedenksteine erinnern an das Leiden und Sterben der Inhaftierten und sollen ihnen eine letzte friedliche Ruhe gewähren.


Bergen Belsen 15Bergen Belsen 10Unter den Ermordeten befindet sich auch die durch ihr Tagebuch weltbekannt gewordene Anne Frank. Im Alter von nur 16 Jahren starb sie 1945 im Lager Bergen-Belsen. Ein Gedenkstein erinnert an sie und ihre Schwester Margot, die ebenfalls hier ums Leben gekommen ist.
Im Oktober 2007 wurde das Dokumentationszentrum der Gedenkstätte Bergen-Belsen eröffnet. Dort werden alle Dokumente, Fotos, Filme und Gegenstände zur Geschichte des Ortes verwahrt, die von der Gedenkstätte bisher gesammelt wurden. Hier kann man Überlebenden in zahlreichen Tondokumenten zuhören oder auch die erschütternden Aufnahmen der britischen Armee ansehen, die diese bei der Befreiung des Lagers gedreht haben.

BergenBelsen 18BergenBelsen 19BergenBelsen 23BergenBelsen 22Bergen Belsen 20

Die Gedenkstätte ist täglich geöffnet.

Ă–ffnungszeiten von Ausstellung und Dokumentationszentrum:
Oktober - März: 10 bis 17 Uhr
April - September: 10 bis 18 Uhr

Der Besuch ist kostenlos.

RSBM gestaltet FrĂĽhlingsfest mit

Mai 2019

Ca. 80 SchĂĽlerinnen und SchĂĽler aus den Jahrgangstufen 5-9 haben am Freitag beim BĂĽnder FrĂĽhlingsfest ein musikalisches Zeichen fĂĽr Vielfalt und Toleranz gesetzt.
Die Schülerschaft und Lehrkräfte haben sich vor einigen Jahren dazu entschieden, eine Schule ohne Rassismus sein zu wollen und dies nicht nur im täglichen Miteinander, sondern auch in zusätzlichen Aktionen zu leben.

FrĂĽhlingsfest 8   Kopie
Beim Frühlingsfest wurde das Lied "Ich bin so" farbenprächtig auf die Bühne und den Rathausvorplatz gebracht - der Internet-Hit zum Welt-Down-Syndrom-Tag 2019 wurde seinerzeit in Bünde initiiert und "besingt" eine vielfältige, bunte Welt.

Im Anschluss daran stimmte die Blechbläser-AG die Besucher mit Frühlingsliedern auf den Beginn der schönen Jahreszeit ein.




FrĂĽhl 1FrĂĽhl 2FrĂĽhlingsfest 4FrĂĽhlingsfest 5   KopieFrĂĽhlingsfest 6FrĂĽhl 3FrĂĽhl 4

Deutschunterricht im Theater

März 2019

 emma Theater 1

Im Rahmen des Deutschunterrichts und unseres Schulprojekts " Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage besuchten die Schülerinnen und Schüler der 9c die Aufführung des Stücks "MONGOS", eine Produktion der Initiative „OSKAR - Junges Theater Stadt und Land Osnabrück". OSKAR richtet sich in erster Linie an Jugendliche mit dem Ziel, ein Theater zu zeigen, das junge Menschen begeistert, das Themen von Kindern und Jugendlichen auf den Punkt bringt und den Dialog über die Altersgrenzen hinweg fördert.






emma 1emma 2emma 3
„MONGOS“ handelt von Ikarus und Francis, zwei grundverschiedenen jungen Menschen, die aber eines gemeinsam haben: durch Querschnittslähmung bzw. einer fortschreitenden Nervenkrankheit gehorchen ihnen ihre Körper nicht mehr und beide sitzen im Rollstuhl. Gemeinsam trotzen die Freunde den Herausforderungen ihres Alltags, günden die coolste WG der Reha-Klinik und wagen sich gemeinsam ins wahre Leben. Als sich Ikarus in Jasmin verliebt, muss er erkennen, dass sich die Realität jedoch nicht einfach ignorieren lässt und vieles nicht nach Plan läuft. Und auch ihre Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt.

Das einfühlsame Zweipersonenstück von Sergej Gößner rückt Vorurteile, Anderssein, Diskriminierung und Selbstbestimmung in den Vordergrund – und berührte das junge Publikum (Lehrer inbegriffen)!
Minutenlange Stille nach Beendigung des StĂĽckes sagte mehr als tosender Applaus!

Fotos: K. GĂĽnther und Uwe Lewandowski/Theater OsnabrĂĽck

Zweisprachige Autorin liest fĂĽr 9. Klassen

Juli 2018

Autorenbegegnungen wecken die Leselust von Kindern und Jugendlichen und die Begeisterung für Literatur und den Umgang mit Sprache. An unserer Schule sind sie schon seit Jahren fester Bestandteil des Leseförderkonzepts.

SoR LogoAutorenlesung 12
Als Schule ohne Rassismus wurde von uns dieses Jahr die zweisprachige Autorin Aygen-Sibel Çelik für eine Autorenbegegnung nach Bünde eingeladen. In Istanbul geboren, zog Aygen-Sibel Çelik in ihrem zweiten Lebensjahr mit ihren Eltern nach Deutschland. Nach dem Studium der Germanistik arbeitete sie zunächst im pädagogischen und journalistischen Bereich. Heute schreibt sie Kinder- und Jugendbücher und lebt in Düsseldorf.

Für die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen las Aygen-Sibel Çelik aus ihrem Jugendbuch Seidenweg – Sinems Entscheidung. In dem Buch geht es um Sinem, eine junge Deutschtürkin, die sich auf ihr Abitur vorbereitet, doch plötzlich Probleme bekommt, als ihr neuer Deutschlehrer sie diskriminiert und ungerecht benotet. Dazu kommt noch der Ärger zu Hause, denn ihr Vater will unbedingt verhindern, dass sie sich mit einem Jungen trifft.

Autorenlesung 8Autorenlesung 13Autorenlesung 14 Autorenlesung 6

Im anschließenden Gespräch diskutierten die Schülerinnen und Schüler mit Aygen-Sibel Çelik über Integration und Rassismus. Außerdem zeigten die Jugendlichen großes Interesse an ihrer Tätigkeit als Autorin und an ihrer Lebensgeschichte.

Finanziert wird die Autorenbegegnung durch den Förderverein unserer Schule und den Friedrich-Bödecker-Kreis NRW e.V., dieser erhält Mittel vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport. Kindern und Jugendlichen die Begegnung mit Autorinnen und Autoren zu ermöglichen, ist das erklärte Ziel des Friedrich-Bödecker-Kreises NRW e.V.

Aygen-Sibel Çelik mit Zuhörerinnen


Text: D. Schäffer