REALSCHULE BÜNDE MITTE

Gemeinsam auf dem Weg

Im Rahmen unseres Projekts „Schule ohne Rassismus“ beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a derzeit musikalisch mit dem Thema „Apartheid“.
Im Englischunterricht wurden dabei Teile des Unterrichtsprojekts TeachRock von Steven Van Zandt (auch bekannt als Little Steven, u.a. Gitarrist in Springsteens E-Street Band) genutzt.

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Das TeachRock-Projekt wurde 2013 von den Musikern Steven Van Zandt, Bruce Springsteen, Bono (U2), Jackson Browne und dem Regisseur Martin Scorsese gegründet und bietet Lehrern und Schülern kostenlos reichhaltige multimediale Lehrmaterialien. Die Unterrichtspläne bei teachrock.org helfen Lehrern, die Geschichte der Popmusik mit dem Unterricht in den verschiedenen Fächern zu verbinden, von Sozialkunde und Sprachwissenschaft bis hin zu Geographie, Geschichte, Medienwissenschaften und allgemeiner Musik.



Teachrock 6Teachrock 5Die 9a begann mit einer Zeitreise: Ein Musikvideo aus den 80ern (Artists united against Apartheid – Sun City) bot den Einstieg. Was hatte die hochkarätigen Künstler („das ist, als wäre heute Ed Sheeran dabei“) damals dazu bewogen, einen Protestsong gegen "Sun City", einen Freizeitkomplex in Südafrika zu schreiben?
Anhand weiterer Interviews mit dem damaligen Hotelchef und Mitarbeitern als auch dem Künstler und Initiator des Protestsongs, Steven van Zandt, erschlossen sich die Schülerinnen und Schüler zunächst die Geschichte Sun Citys im Homeland Bophuthatswana.
Fotos erweiterten die Eindrücke darüber, wie sich das Leben in Südafrika während des Apartheid-Regimes in den 80er Jahren - vor allem für die farbige Bevölkerungsmehrheit - gestaltete. In den nächsten Stunden werden die Schüler sich weiterhin der bewegten Vergangenheit Südafrikas widmen – und vielleicht behält der ein oder andere dabei einen 30 Jahre alten Ohrwurm im Kopf...
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Alle reden über Flüchtlinge. Aber woher kommen diese Menschen eigentlich? Und warum haben sie ihre Heimat verlassen?

PP 1PP 2Diesen Fragen wollte der Praktische Philosophie Kurs des 10. Jahrgangs nachgehen. Bei der Recherche lernten die Schülerinnen und Schüler einiges über Länder, wie z.B. Eritrea, Afghanistan, Syrien oder Pakistan, mit denen sie sich bisher kaum beschäftigt hatten, z.B. : Wer sind die Taliban? Wie viel verdient ein Mensch durchschnittlich in Eritrea? Welche Folgen hat der Krieg in Syrien für die Kinder, die dort leben? Die Ergebnisse der Recherche wurden in der Aula ausgestellt, so dass sich auch andere Klassen über die Herkunftsländer der Flüchtlinge und die Fluchtursachen informieren konnten.
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Text & Fotos: D. Schäffer

Im Fach Praktische Philosophie erarbeiteten Schülerinnen und Schüler der 6. und 7. Klassen, angeleitet von Daniela Schäffer, eine Ausstellung zum Thema "Vielfalt der Sprachen und Kulturen an der RSBM".
Sprache Kultur 1Sprache Kultur 3Sprache Kultur 5Zunächst sammelten die Jugendlichen Informationen über die Herkunftskulturen und Sprachen ihrer Familien. Anschließend erstellten sie Plakate und präsentierten sie ihren Mitschülerinnen und Mitschülern. Dabei konnte man nicht nur etwas über traditionelle Feste in Sri Lanka, die schönste Strände im Libanon oder leckeres Essen aus Tunesien erfahren, sondern auch lernen, wie man sich auf Türkisch, Russisch, Italienisch oder Kurdisch begrüßt.
Sprache Kultur 2

Den Kindern hat die Vorbereitung der Ausstellung viel Spaß gemacht. Außerdem zeigten sie bei der Präsentation reges Interesse an den vorgestellten Kulturen, Ländern und Sprachen, die sich alle in unserer Schule wiederfinden!


Text & Fotos: D. Schäffer

wir sind 2wir sind 1An ihrem Abschlussabend im Stadtgarten haben die Abgänger der 10. Klassen noch ein wortloses aber bildgewaltiges Statement abgegeben:

Zu Musikuntermalung und einem "ICH BIN" auf der Leinwand trat jede Schülerin und jeder Schüler mit einem im Vorfeld selbst gefertigten Plakat auf die Bühne, das ein Merkmal der jeweiligen Person beschreibt.
Unter "WIR SIND" und "AK 2017" fügte sich der Abschlussjahrgang schließlich zu einer großen und vielfältigen Einheit - dem AK 2017 eben - zusammmen! Gänsehautfeeling!!


wir sind 3Entlassung 1

Die Verhörprotokolle des Adolf Eichmann

Im Rahmen des Projekts „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ gastierten die Hannoverschen Kammerspiele mit einer szenischen Lesung der Eichmann-Protokolle in unserer Schule. Sichtlich gebannt verfolgten die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs die Vorstellung der Schauspieler Harald Schandry und Bernd Surholt in den Rollen des Nazi-Verbrechers Adolf Eichmann und des deutsch-jüdischen Verhör-Polizisten Avner Less.

Eichmann 1Eichmann 4Adolf Eichmann (1906-1962) ist der Inbegriff des Schreibtischtäters:
SS-Obersturmbannführer und zentrale Figur bei der Organisation der Judenvernichtung,
1960 nach Israel entführt und dort zwei Jahre später hingerichtet.

275 Stunden Verhör und mehr als 3000 Seiten Protokoll fassten Schandry und Surholz zu einer 45 minütigen beeindruckenden Inszinierung zusammen und verdeutlichten die Rechtfertigungen eines Mannes, der jegliche Verantwortung von sich wies – Prototyp einer Untertanenmentalität, die mit dem Dritten Reich keineswegs ausgestorben ist:

„Das sind keine persönlichen Entscheidungen gewesen. Wäre ich nicht dort gewesen, irgendjemand anderer hätte genau dieselben Entscheidungen treffen müssen, auf Grund der vorliegenden Weisungen, Verordnungen und Befehle ...“
Seinem Gegenüber erklärte Eichmann: „Arzt hätt‘ ich nicht werden dürfen“, denn er könne kein Blut sehen und den Anblick der Leichenberge hätte er nicht ertragen. Dagegen tat er sich bei der effizienten Abwicklung der Deportationen in die Vernichtungslager oder der Ausbeutung jüdischer Familien mit besonderem Ehrgeiz hervor.
Die Inszinierung kommt ohne Bühnenbild und Requisiten aus: ein Tisch, zwei Stühle – sonst nichts. Das ungeheuerliche Textmaterial spricht vollkommen für sich und enthüllt auf verstörende Weise die Gedankenwelt des Täters!
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