REALSCHULE BÜNDE MITTE

Gemeinsam auf dem Weg

Alle reden über Flüchtlinge. Aber woher kommen diese Menschen eigentlich? Und warum haben sie ihre Heimat verlassen?

PP 1PP 2Diesen Fragen wollte der Praktische Philosophie Kurs des 10. Jahrgangs nachgehen. Bei der Recherche lernten die Schülerinnen und Schüler einiges über Länder, wie z.B. Eritrea, Afghanistan, Syrien oder Pakistan, mit denen sie sich bisher kaum beschäftigt hatten, z.B. : Wer sind die Taliban? Wie viel verdient ein Mensch durchschnittlich in Eritrea? Welche Folgen hat der Krieg in Syrien für die Kinder, die dort leben? Die Ergebnisse der Recherche wurden in der Aula ausgestellt, so dass sich auch andere Klassen über die Herkunftsländer der Flüchtlinge und die Fluchtursachen informieren konnten.
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Text & Fotos: D. Schäffer

Im Fach Praktische Philosophie erarbeiteten Schülerinnen und Schüler der 6. und 7. Klassen, angeleitet von Daniela Schäffer, eine Ausstellung zum Thema "Vielfalt der Sprachen und Kulturen an der RSBM".
Sprache Kultur 1Sprache Kultur 3Sprache Kultur 5Zunächst sammelten die Jugendlichen Informationen über die Herkunftskulturen und Sprachen ihrer Familien. Anschließend erstellten sie Plakate und präsentierten sie ihren Mitschülerinnen und Mitschülern. Dabei konnte man nicht nur etwas über traditionelle Feste in Sri Lanka, die schönste Strände im Libanon oder leckeres Essen aus Tunesien erfahren, sondern auch lernen, wie man sich auf Türkisch, Russisch, Italienisch oder Kurdisch begrüßt.
Sprache Kultur 2

Den Kindern hat die Vorbereitung der Ausstellung viel Spaß gemacht. Außerdem zeigten sie bei der Präsentation reges Interesse an den vorgestellten Kulturen, Ländern und Sprachen, die sich alle in unserer Schule wiederfinden!


Text & Fotos: D. Schäffer

wir sind 2wir sind 1An ihrem Abschlussabend im Stadtgarten haben die Abgänger der 10. Klassen noch ein wortloses aber bildgewaltiges Statement abgegeben:

Zu Musikuntermalung und einem "ICH BIN" auf der Leinwand trat jede Schülerin und jeder Schüler mit einem im Vorfeld selbst gefertigten Plakat auf die Bühne, das ein Merkmal der jeweiligen Person beschreibt.
Unter "WIR SIND" und "AK 2017" fügte sich der Abschlussjahrgang schließlich zu einer großen und vielfältigen Einheit - dem AK 2017 eben - zusammmen! Gänsehautfeeling!!


wir sind 3Entlassung 1

Die Verhörprotokolle des Adolf Eichmann

Im Rahmen des Projekts „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ gastierten die Hannoverschen Kammerspiele mit einer szenischen Lesung der Eichmann-Protokolle in unserer Schule. Sichtlich gebannt verfolgten die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs die Vorstellung der Schauspieler Harald Schandry und Bernd Surholt in den Rollen des Nazi-Verbrechers Adolf Eichmann und des deutsch-jüdischen Verhör-Polizisten Avner Less.

Eichmann 1Eichmann 4Adolf Eichmann (1906-1962) ist der Inbegriff des Schreibtischtäters:
SS-Obersturmbannführer und zentrale Figur bei der Organisation der Judenvernichtung,
1960 nach Israel entführt und dort zwei Jahre später hingerichtet.

275 Stunden Verhör und mehr als 3000 Seiten Protokoll fassten Schandry und Surholz zu einer 45 minütigen beeindruckenden Inszinierung zusammen und verdeutlichten die Rechtfertigungen eines Mannes, der jegliche Verantwortung von sich wies – Prototyp einer Untertanenmentalität, die mit dem Dritten Reich keineswegs ausgestorben ist:

„Das sind keine persönlichen Entscheidungen gewesen. Wäre ich nicht dort gewesen, irgendjemand anderer hätte genau dieselben Entscheidungen treffen müssen, auf Grund der vorliegenden Weisungen, Verordnungen und Befehle ...“
Seinem Gegenüber erklärte Eichmann: „Arzt hätt‘ ich nicht werden dürfen“, denn er könne kein Blut sehen und den Anblick der Leichenberge hätte er nicht ertragen. Dagegen tat er sich bei der effizienten Abwicklung der Deportationen in die Vernichtungslager oder der Ausbeutung jüdischer Familien mit besonderem Ehrgeiz hervor.
Die Inszinierung kommt ohne Bühnenbild und Requisiten aus: ein Tisch, zwei Stühle – sonst nichts. Das ungeheuerliche Textmaterial spricht vollkommen für sich und enthüllt auf verstörende Weise die Gedankenwelt des Täters!
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Diskriminierung 2Diskriminierung 4Diskriminierung erkennen ist für Jugendliche nicht immer leicht! Jeder dritte Mensch in Deutschland erlebt Diskriminierung. Die Erfahrungen können unterschiedlichste Ursachen haben und sind in allen Gesellschaftsschichten zu finden. Häufige Diskriminierungsanlässe sind Geschlecht, Religion, ethnische Herkunft, körperliche Behinderung und sexuelle Orientierung.
Lösungen entwickeln soll die kreative Antwort auf Diskriminierung sein!
Das Projekt "Diskriminierung erkennen + Lösungen entwickeln: Forumtheater für Jugendliche" ist eine Initiative der Fachdienste
für Migration und Integration der AWO mit dem Ziel, Jugendliche für das Thema Diskriminierung zu sensibilisieren, Diskriminierungssituationen aus unterschiedlichen Perspektiven erlebbar zu machen, um zur Selbstreflexion anzuregen und schließlich eigenverantwortlich Handlungsalternativen und Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln.
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Selbstbestimmung und Zivilcourage leiten sich daraus als langfristige Ziele ab - Ziele, die sich die RSBM als "Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage" auf die Fahnen geschrieben hat!


Das Forumtheater für Jugendliche ist als theaterpädagogische Methode das zentrale Element des Projekts - und war diese Woche zu Gast in unserer Schule, um die Schülerinnen und Schülern des 6. Jahrgangs an das Thema Diskriminierung heranzuführen und anhand modelhafter Szenen Lösungswege zu erarbeiten und zu evaluieren.

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