Das Leistungskonzept der RSBM

Leistungskonzept

(Stand: Okt. 2013)

Das Leistungskonzept der Realschule Bünde-Mitte basiert auf den gesetzlichen Vorgaben (SchulG NRW §48 und APO-SI §6) und enthält Aussagen und Absprachen zu den Leistungsbereichen und zu Prozessaspekten mit den Schwerpunkten: Beurteilungsprozesse und Kommunikation über Leistung.
Es wurde auf der Schulkonferenz am 20.10.2011 beschlossen.

I. Leistungsbereiche

 1. Fachliche Leistungen

 Die schuleigenen Lehrpläne enthalten Aussagen zur jeweiligen fachspezifischen Anforderungsstruktur. Unterschieden wird zwischen „schriftlichen Leistungen“ (Klassenarbeiten, Fächergruppe1, D, E, M, Differenzierungsfach) und „sonstigen Leistungen“ (Fächergruppe 1 und alle anderen Fächer): Mitarbeit im Unterricht, Tests, Mappenführung, weitere Leistungen (kooperative Leistungen in GA, vorgetragene Hausaufgaben, Referate und sonstige Präsentationen). In der Fächergruppe I setzt sich die Zeugniszensur zu jeweils 50% aus den „schriftlichen Arbeiten“ und den „sonstigen Leistungen“ zusammen.

 2. Arbeits- und Sozialverhalten

Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5-8 erhalten am Schuljahresende auf einem Beiblatt zum Zeugnis eine formelle Rückmeldung zu ihrem Arbeits- und Sozialverhalten. Die Rückmeldung basiert auf festgelegten Kriterien und zugeordneten Indikatoren. Selbsteinschätzungen der Schülerinnen und Schüler können darin einfließen. Zum Halbjahreszeugnis erfolgt nur eine informelle Rückmeldung.

In den Jahrgängen 9 und 10 wird das Arbeits- und Sozialverhalten formell nicht mehr testiert.

 3. Besondere Leistungen

Sie sind definiert als freiwillige fachliche oder überfachliche Leistungen.
Sie werden auf dem Zeugnis testiert und in Teilen auch der Schulöffentlichkeit über Elternbriefe oder Presse zugänglich gemacht.

 Besondere Leistungen können erbracht werden:

- in den Fremdsprachen (DELF-Prüfung, Cambridge-Certificate)· in der Rechtskunde-AG
- in den Konzepten: „Streitschlichter“, „Hausaufgabenbetreuung“, „Lerncoaches“, „Busbegleitung“, Fahrradscouts“, Schülerpatenschaft 5/6“
- bei schulischen Wettbewerben (z. B. „Jugend forscht“)
- bei Sportwettkämpfen
- in Theater- oder Musikaufführungen
- im „Sozialpraktikum“
- in sonstigen freiwilligen AGs

4. Aufgabentypen bei Klassenarbeiten und Tests

Die Aufgaben weisen unterschiedliche Komplexitätsgrade auf. Der Umfang der einfachen („reproduktiven“) Aufgaben muss so sein, dass bei einer Lösung die Note „ausreichend“ erzielt wird (also zwischen 48 und 61 % der Gesamtpunktzahl). Die Noten „3“, „2“, „1“ können nur erzielt werden, wenn entsprechende Aufgaben der anderen Komplexitätsstufen gelöst werden.

Die jeweiligen Fachkonferenzen legen ein entsprechendes Komplexitätsraster für ihr Fach fest. Der Orientierungsmaßstab für die Zensur „ausreichend“ ist dabei verbindlich einzuhalten, d.h. mit der Lösung der „einfachsten“ Aufgaben muss diese Zensur erreichbar sein (s. Seite 3).

 I. Prozessaspekte

 1. Bewertungsprozess – grundsätzliche Aspekte

 · Das Anforderungsprofil ist bei allen zu erbringenden Leistungen (schriftlichen Arbeiten, Tests, Referate usw.) mit Hilfe von Kriterien und Indikatoren definiert und mit den Schülerinnen und Schülern im Vorfeld zu kommunizieren.

 · Die Bewertung erfolgt in den Fächern mit jeweils unterschiedlich ausdifferenzierten Bewertungsrastern. Die Fachkonferenzen einigen sich auf einheitliche Bewertungsraster für bestimmte Aufgabentypen bzw. vergleichbare schriftliche Arbeiten (Klassenarbeiten oder sonstige Arbeiten als Ersatz für eine Klassenarbeit, §6 (8) APO-SI).

 · Bei den Zeugnisnoten (Fachnote, Arbeits- und Sozialverhalten) können Selbsteinschätzungen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt werden.

· „Angemessene“ Berücksichtigung der Halbjahresnote und des Ergebnisses der Lernstanderhebung (Kl. 8): Bei nicht eindeutigem Notenbild bei der Bewertung der normalen schulischen Leistungen (Leistung zwischen zwei Zensuren) werden die Halbjahresnote und das Ergebnis der Lernstandserhebung bei der Festlegung der Zeugnisnote dann positiv gewichtet, wenn das Ergebnis über den bisher erbrachten Leistungen liegt und negativ, wenn sie unterhalb der bisher erbrachten Leistungen liegt. Halbjahresnote und das Ergebnis der Lernstandserhebung sind als zusätzliche Bewertungsbereiche gleichgewichtig und daher auch gegenseitig ausgleichsfähig.

· Schriftliche Arbeiten – Vorgaben/Absprachen

Deutsch

Englisch

Mathematik

Diff-fach

Jg

Anzahl

Dauer (Std.)

Anzahl

Dauer (Std.)

Anzahl

Dauer (Std.)

Anzahl

Dauer (Std.)

5

6

1

6

1

6

1

-

-

6

6

1

6

1

6

1

6 (F)

1

7

6

1-2

6

1

6

1

6

1

8

5

1-2

5

1-2

5

1-2

5

1

9

4

2-3

4

1-2

4

1-2

4

1-2

10

4 +ZP

2-3

4 +ZP

1-2

4 +ZP

2

4

1-2

2. Bewertungsprozess – besondere Aspekte

 § Grundsätzliche Überlegungen zum Bereich „Sonstige Leistungen“

Dazu gehören:
Schriftliche Tests, allgemeine Mitarbeit im Unterricht, Mitarbeit in kooperativen Lernphasen (Anstrengungsbereitschaft, Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit), praktische Arbeiten, Experimente, Referate, Präsentationen aller Art, Vortrag von GA-Ergebnissen, Mappenführung, Lerntagebuch …

 Das Verhältnis der Leistungselemente „Test“, “ übrige Leistungselemente“, „Mappe“ beträgt für den naturwissenschaftlichen Lernbereich (Biologie, Chemie, Physik) 30%-60%-10% und für den sozialwissenschaftlichen Lernbereich (Erdkunde, Geschichte, Politik) 40% - 40% - 20%. Ausnahme: Politik Jg. 9.Es gilt: „übrige Leistungselemente“ 50% / „Praktikumsmappe“ 50%.

Über die Gewichtung der „übrigen Leistungselemente“ im Hinblick auf die Festlegung der einzelnen Fachnote entscheidet die jeweilige Fachkonferenz. Das gilt auch für alle Leistungselemente der anderen Fächer der Fächergruppe 2.

 Die nicht fristgerechte Abgabe von Leistungsnachweisen (z. B. Bilder im Kunstunterricht) führt zu einer Leistungsminderung um eine Note. Wird der Leistungsnachweis gar nicht erbracht, wird dies mit der Note „ungenügend“ bewertet.

 § Bewertung von mündlichen Leistungen

 Bei der Beurteilung sind quantitative und qualitative Aspekte angemessen zu berücksichtigen.

§ Bewertung von nicht angefertigten Hausaufgaben

 Das dreimalige Nichtanfertigen von Hausaufgabe entspricht der Note „ungenügend“ für eine mündliche Note.

 § Klassenarbeiten und Tests:

 Prozentanteile einer erbrachten Leistung bzw. erreichte Punktzahl und Zuordnung zu Noten.
Eine Abweichung von diesen Vorgaben ist aufgrund der Art, des Umfangs, des Schwierigkeitsgrads der Arbeit möglich.
Die Umrechnung bei einer geringeren Grundpunktzahl erfolgt entsprechend der Prozentzahlen*.

100 – 88 Punkte  oder ab 88 %

sehr gut

87 – 75 Punkte oder ab 75 %

gut

75 – 62 Punkte oder ab 62 %

befriedigend

61 – 48 Punkte oder ab 48%

ausreichend

47 – 24 Punkte oder ab 23 %

mangelhaft

23 – 0 Punkte oder < 23 %

ungenügend

* Für Klassenarbeiten im Fach Englisch gilt in den Jahrgängen 5-8 aufgrund des geringeren Umfangs der Textproduktion und der eher geschlossenen / halb offenen Aufgabenstellungen folgendes Raster:
100 - 92 %   sehr gut
  91 - 80 %   gut
  79 - 68 %   befriedigend
  67 - 50 %   ausreichend
  49 - 25 %   mangelhaft
  24 -  0  %   ungenügend

 § Bewertung der Mappenführung

 In der Bewertung finden folgende Aspekte Berücksichtigung: korrekter formaler Aufbau, Vollständigkeit, zusätzliche Beiträge, Sauberkeit, sachliche Richtigkeit, sprachliche Richtigkeit, Alle Aspekte werden angemessen berücksichtigt.

 3. Rückmeldung zur Leistung, Beratung zur Leistungsverbesserung

 · Rückmeldungen an Schülerinnen und Schüler zu fachlichen Leistungen erfolgen mündlich oder in schriftlicher Form (z. B. bei der Benotung einer Klassenarbeit)

 · Rückmeldungen zum Leistungsstand insgesamt sind für Schülerinnen und Schüler möglich: beim „Elternsprechtag“, „Schülersprechtag“ oder informell auf Nachfrage.

· Eltern erhalten Rückmeldung zum Leistungsstand auf dem „Elternsprechtag“ oder informell auf Nachfrage.

· Während der Erprobungsstufe erfolgt bei nicht ausreichender Leistung eine Rückmeldung in Schriftform.

· In allen Beratungsgesprächen werden Hinweise zur Leistungsverbesserung gegeben.

4. Kommunikation über Leistungsaspekte mit Schülerinnen und Schülern und Eltern

 · Die Klassenlehrerinnen und –lehrer sind verpflichtet, Eltern und Schülerinnen und Schüler zu Beginn des Schuljahres (auf der ersten Klassenpflegschaftssitzung) über die Leistungsanforderungen in den Fächern zu informieren.

 · Im Rahmen der Klassenpflegschaftssitzungen können dazu die Fachlehrer auch selbst Stellung nehmen.

5.Veränderungen des Leistungskonzepts

Die Diskussion und (ggf.) Beschlussfassung erfolgte in den zuständigen Gremien, in der Reihenfolge: Lehrerkonferenz, Schulpflegschaft, Schülerat, Schulkonferenz. Die Ergebnisse werden mit allen Schülerinnen und Schülern und allen Eltern entweder in einem speziellen Elternbrief oder im allgemeinen Elternbrief kommuniziert.