Individuelle Förderung an der RSBM

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Unsere Schüler/innen kommen mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen und Erwartungen an unsere Schule. Um dem gerecht zu werden, haben wir ein Förderkonzept entwickelt, das grundlegend im Fachunterricht verankert ist und durch zusätzliche Förder-, Lern- und Beratungsangebote ergänzt wird.

Wie findet individuelle Förderung im regulären Unterricht statt?

Der Fachunterricht wird so gestaltet, dass durch differenzierte Aufgaben alle Schüler/innen Lernfortschritte machen können. Zudem ermöglicht der Einsatz kooperativer Lernformen sowohl fachliches als auch soziales Lernen. Durch die an den Methodentagen erworbenen Lernkompetenzen sind die Schüler/innen in der Lage, selbständig und eigenverantwortlich im Fachunterricht zu lernen. Außerdem wird das selbstgesteuerte Lernen angeleitet, indem die Schüler/innen im Unterricht regelmäßig dazu aufgefordert werden, ihre Lernwege und Lernfortschritte zu reflektieren und sich neue Lernziele zu setzen. Auch von den Lehrkräften erhalten die Schüler/innen regelmäßig Rückmeldungen zu ihren Leistungen, z.B. nach Klassenarbeiten.

Welchen Förderunterricht gibt es in den Klassen 5 und 6?Frder3

Für die Schüler/innen der 5. Klassen findet an einem Nachmittag pro Woche eine 90-minütige Lernzeit statt. In dieser Zeit haben die Kinder die Möglichkeit, in Mathematik, Deutsch oder Englisch entweder ihre Defizite aufzuarbeiten oder ihre Stärken weiterzuentwickeln.
In den Jahrgängen 5 und 6 gibt es in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch jeweils eine Ergänzungsstunde pro Woche, die für die individuelle Förderung genutzt wird. Der Unterricht wird von der entsprechenden Fachlehrkraft durchgeführt, die den Förderbedarf der Schüler/innen kennt.

Wie werden Schüler/innen mit Lese-Rechtschreibschwäche gefördert?

Da zunehmend mehr Kinder Schwierigkeiten in den Bereichen Lesen und Rechtschreibung haben, werden diese Kompetenzen schwerpunktmäßig im Deutschunterricht verstärkt gefördert. Zu diesem Zweck arbeiten wir nach dem ReLv-Konzept (Rechtschreibung erforschen – Lesen verstehen). In den Jahrgangsstufen 5/6 werden Rechtschreibstrategien vermittelt, die die Schüler/innen anschließend im Unterricht, bei den Hausaufgaben und auch bei Klassenarbeiten zur Überprüfung und selbständigen Korrektur ihrer Rechtschreibung anwenden. Der zweite Baustein dieses Konzepts ist die Stärkung der Lesekompetenz. Hier arbeiten wir zum einen daran, das flüssige Vorlesen zu üben, und zum anderen daran, das Leseverständnis zu verbessern. Dies geschieht z.B. durch den Einsatz der 5-Gang-Lesemethode, die die Schüler/innen im Methodentraining der 5. Klasse erlernen und anschließend in verschiedenen Fächern anwenden, um Texte besser zu verstehen.

Frder4Kinder mit besonderen Schwierigkeiten beim Erlernen der Rechtschreibung werden in den Jahrgangsstufen 5 und 6 in kleinen Gruppen gefördert. Kinder mit Schwächen im Leseverstehen und Wortschatz werden durch Lesepatinnen und Lesepaten – Schüler/innen aus höheren Jahrgangsstufen – gefördert. Diese Förderung findet einmal pro Woche am Nachmittag statt.

Wie wird die Lesemotivation der Schüler/innen gefördert?

Ein weiteres Element der Leseförderung ist die Steigerung der Lesemotivation unserer Schüler/innen. Jedes Jahr finden im 6. Jahrgang ein Vorlesewettbewerb und im 5. Jahrgang der Besuch einer Buchhandlung zum „Welttag des Buches“ statt, um das Interesse der Kinder an Büchern zu wecken. Zudem haben die Kinder die Möglichkeit, das vielfältige Angebot unserer Schülerbücherei zu nutzen, um sich mit Lesestoff zu versorgen.

Wie werden leistungsstarke Schüler/innen gefördert?

Sprachinteressierte und motivierte Kinder können den bilingualen Zweig unserer Schule besuchen und erweiterte Englischkenntnisse erwerben. In der 5. und 6. Klasse hat die bilinguale Klasse 7 Stunden Englischunterricht und in Klasse 7-9 Erdkunde- und Geschichtsunterricht in der englischen Sprache.

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Außerdem können sprachinteressierte Schüler/innen an Arbeitsgemeinschaften teilnehmen, die zum Erwerb von Fremdsprachzertifikaten in Englisch und Französisch führen (Cambridge und DELF). Leistungsstarke Schüler/innen haben außerdem die Möglichkeit, sich als Lerncoaches oder Lesepaten/Lesepatinnen zu engagieren, um jüngere Kinder beim Lernen zu unterstützen.

Was ist der Schülersprechtag?

Am Schülersprechtag, der gegen Ende des 1. Halbjahres stattfindet, können Schüler/innen sich von Lehrer/innen beraten lassen. In diesen Gesprächen erhalten die Schüler/innen Lerntipps und setzen sich Lernziele, die am Beratungstag im 2. Halbjahr überprüft werden. Die Ergebnisse dieses Gesprächs werden in Form einer Lern- und Förderempfehlung festgehalten. Für Schüler/innen mit nicht ausreichenden Leistungen ist die Teilnahme am Schülersprechtag verpflichtend.

Wie können Eltern sich informieren und beraten lassen?

Für die Eltern besteht am Beratungstag (Elternsprechtag) die Möglichkeit, sich gemeinsam mit ihren Kindern über deren Lernfortschritte und entsprechende Fördermöglichkeiten zu informieren. Außerhalb dieser Sprechtage stehen alle Lehrkräfte, sowie unsere Beratungslehrerin und unser Schulsozialarbeiter für Gespräche zur Verfügung. Die Sprechzeiten der Lehrkräfte finden Sie unter "Elterninfos" oder hier. Bitte melden Sie Ihren Gesprächswunsch im Sekretariat an.