REALSCHULE BÜNDE MITTE

Gemeinsam auf dem Weg

Erziehungskonzept der RSBM

Erziehungskonzept der Realschule Bünde-Mitte

I. Ziele:

Das erzieherische Handeln gegenüber den Schülerinnen und Schülern zielt auf den Aufbau und die Stärkung von Selbstverantwortlichkeit gegenüber der eigenen Person sowie im Hinblick auf den schonenden Umgang mit fremdem Eigentum (Sachen) und auf ein positives Verhalten gegenüber Menschen (Personen).

Ein positives Verhalten zeigt sich:

  • in einem sinnvollen Maß an Toleranz gegenüber anderen Meinungen und Handlungsweisen,
  • in der Fähigkeit, solidarisch zu handeln, aber auch Konflikte rational, d.h. sozialverträglich austragen zu können,
  • in der Fähigkeit, Beziehungen zu anderen positiv aufbauen zu können,
  • im Aufbau eines sinnvollen Maßes an Frustrationstoleranz,
  • in den Grundtugenden Verlässlichkeit und Berechenbarkeit.

II. Gelingensbedingungen:

  • Grundlage erfolgreicher Erziehung sind gegenseitiger Respekt und gegenseitige Wertschätzung.
  • Wer selbstverantwortlich handeln soll, benötigt Vertrauen in seine Handlungsfähigkeit.
  • Das positive Vorbild ist ein wesentliches Erziehungsmittel.
  • Vereinbarungen und deren Einhaltung gehören zum Kernbestand erfolgreichen erzieherischen Handelns.
  • Sanktionen sind Teil der Vereinbarungen und müssen konsequent angewandt werden.
  • Sie sollten einen engen Bezug zum Fehlverhalten haben.
  • Eine enge Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten und die Verständigung über gemeinsame Ziele gehören zu den Grundbedingungen einer erfolgreichen Erziehungsarbeit.

III: Umsetzung:

  • Verantwortung gegenüber öffentlichem Eigentum (Schule):

Einrichtung von Ordnungsdiensten in den Klassen in Kombination mit „Energiebeauftragten" (Energieeinsparung, Müllsortierung) durch die jeweiligen Klassenlehrer. Die Ordnungsdienste arbeiten in den beiden großen Pausen und ggf. auch nach der letzten Unterrichtsstunde.

Einrichtung von Ordnungsdiensten auf dem Schulhof und in der Aula. Die Ordnungsdienste werden von der SV organisiert und finden in enger Abstimmung mit dem Hausmeister statt. Die Ordnungsdienste arbeiten in der 2. großen Pause nach dem ersten Schellen.

  • Verantwortung gegenüber Personen:

Umgang mit Unterrichtstörungen

Schülerinnen und Schüler, die aufgrund ihres Verhaltens im Unterricht nicht mehr sinnvoll mitarbeiten können, haben zeitlich begrenzt das Recht auf Teilnahme am gemeinsamen Unterricht in der Lerngruppe verloren.

Maßnahmen:

  1. Schüler werden bei Störungen aufgefordert, sich an die Schul- bzw. Klassenregeln zu halten. Es wird darauf hingewiesen, dass bei weiteren Störungen das Verlassen des Klassenraums notwendig wird und die dann folgenden Konsequenzen zu tragen sind.
  2. Bei weiteren Störungen: Der Schüler muss den Klassenraum verlassen und einen "Störungszettel" ausfüllen.
  3. Nach der Stunde oder zeitnah zu einem späteren Termin erfolgt ein Gespräch mit dem Lehrer, in dessen Unterricht die Störung erfolgt ist.
  4. Der "Störungszettel" wird vom Lehrer abgezeichnet, an den Klassenlehrer weitergegeben und von diesem in die Schülerakte geheftet. Die Eltern/Erziehungsberechtigten werden über das Verhalten ihres Kindes informiert.
  5. Der betreffende Schüler arbeitet die versäumten Unterrichtsinhalte in einer zentralen Nachholstunde (freitags, 7. Std.) unter Aufsicht nach.
  6. Je nach Einschätzung des Verhaltens des Schülers kann ein Gespräch mit der Sozialpädagogin vereinbart werden.
  7. Wenn ein Schüler zum dritten Mal einen "Störungszettel" ausfüllen musste, werden die Eltern/Erziehungsberechtigten zu einem Gespräch mit dem Klassenlehrer und ggf. weiteren Fachlehrern eingeladen.
  8. Bei weiteren Unterrichtsstörungen können auch Ordnungsmaßnahmen beschlossen werden.
  • Umgang mit Schülerinnen/Schülern, die zu spät zum Unterricht erscheinen

Wenn ein Schüler/eine Schülerin zu spät zum Unterricht erscheint und nicht hinreichend nachweisen kann (z. B. durch eine vorgelegte schriftliche Entschuldigung der Eltern), dass Gründe vorliegen, die er/sie nicht zu vertreten hat, dann ist die Teilnahme am Unterricht für diese Stunde verwirkt.

Für die Beurteilung der Situation hat der betreffende Fachlehrer Ermessensspielraum.

Wird ein Schüler/eine Schülerin auf diese Weise nicht mehr zum Unterricht für die betreffende Stunde zugelassen, muss er/sie ins Sekretariat und das Formblatt "Verspätung" ausfüllen und anschließend selbstgewählte Aufgaben bearbeiten.

Die weiteren Verfahrensschritte sind identisch mit dem Vorgehen bei "Unterrichtsstörungen"

  • Schriftliche Vereinbarungen zum Zusammenleben in der Klasse/in der Schule:

Die Vereinbarungen basieren auf den zentralen Zielsetzungen des Erziehungskonzepts und werden in verschriftlichter Form an exponierter Stelle im Klassenraum ausgehängt.

Schülerinnen/Schüler und der Klassenlehrer unterschreiben diese Vereinbarung. Die Erziehungsberechtigten bestätigen durch ihre Unterschrift die Kenntnisnahme dieser Vereinbarung.

Jeder Schüler/jede Schülerin muss mit jedem anderen aus der Lerngruppe zusammenarbeiten können. Um dieses Ziel zu erreichen kann z.B. die Sitzordnung nach einem Rotationsprinzip mit zeitlicher Begrenzung erfolgen. Es sind aber auch andere methodische Konzepte möglich.

Konflikte zwischen Schülern in Form von verbaler oder körperlicher Gewaltandrohung oder –anwendung werden von den Lehrkräften konsequent verfolgt und aufgearbeitet – ein "Wegschauen" läuft allen Erziehungsbemühungen zuwider.

Für die Schülerinnen und Schüler der neuen 5. Klassen wird ein "Paten"-System durch Oberstufenschüler eingerichtet.

Schülerinnen und Schüler der 9./10. Klassen führen auf freiwilliger Basis eine Hausaufgabenaufsicht für Unterstufenschüler (Klassen 5/6) in der 7. Stunde durch. Die Organisation erfolgt durch die SV/Schulleitung.

Es wird ein "Schulsanitätsdienst" eingerichtet.

  • Pausenaufenthalt der 10. Klassen im Klassenraum

Den Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen ist es erlaubt, in den großen Pausen im Klassenraum zu bleiben.

Der Aufenthaltsraum ist nur der jeweilige Klassenraum. Das heißt auch, dass das Verlassen des Raumes auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren ist.

Der Aufenthalt im eigenen Klassenraum ist nur den Schülerinnen und Schülern der betreffenden 10. Klasse erlaubt. Sie haben dafür Sorge zu tragen, dass fremde Schülerinnen und Schüler sich nicht in ihrem Raum aufhalten.

Geschieht dies doch, so verwirkt die ganze Klasse dieses Aufenthaltsrecht.

Das Recht zum Aufenthalt in der Klasse wird auch in allen anderen Fällen verwirkt, wo ein sozialverträgliches Zusammenleben in der Schule massiv gestört oder gegen die Hausordnung verstoßen wird.

  • Pädagogische Klassen-, Jahrgangspflegschaften

Unter Hinzuziehung von Experten können entsprechende Veranstaltungen zu jahrgangsspezifischen Themen stattfinden.

 

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